KomfortWir gehen hier nur auf solche Aspekte des Komforts ein, die sich aus den allgemeinen Baumerkmalen dieses Trimarans ableiten lassen. Merkmale des Komforts, die sich nur aus Größe und Ausstattung des Schiffs ergeben, werden also nicht behandelt. Grundsätzlich vergleichen wir immer mit einem einrumpfigen Schiff konventioneller Bauart der gleichen Wasserverdrängung.1. Verfügbarkeit von Energie Selbst unter „worst-case“-Bedingungen werden durch Sonne, Wind und Wellen täglich 60,37 kWh an elektrischer Energie produziert. Während der Liegezeiten reicht das allemal für die Bordenergieversorgung und zum Füllen der Kurzzeitspeicher, so dass auch nachts genügend Bordstrom zur Verfügung steht. Während der Reisezeiten bleibt dann allerdings für die Motoren nicht mehr viel übrig, wie im Kapitel „Antrieb“ dargestellt. Immerhin wurde aber bei der Berechnung der für die Motoren verfügbaren Antriebsleistung immer die |
Bordenergie
in Abzug gebracht –
das heißt,
der Bordenergie-Versorgung von täglich 33,8 kWh wurde
gegenüber dem
Schiffsantrieb Priorität eingeräumt. 2. Brauch- und Trinkwasser Auf dem großen Dach des Hauptrumpfes kann Regenwasser gesammelt werden, das als Brauchwasser bzw. nach entsprechender Aufbereitung auch als Trinkwasser genutzt werden kann. Sofern ein Überangebot von Energie produziert wird (siehe Abschnitt "Energie"), kann damit zusätzlich Trink- und Brauchwasser aus Meerwasser gewonnen werden. Insbesondere bei regelmäßig langen Liegezeiten und einem Operationsgebiet in regenreichen Gegenden ist u.U. eine völlige Wasser-Autarkie zu erreichen. 3. Schädliche bzw. störende Emissionen Der Gestank von (verbranntem oder unverbranntem) Dieselkraftstoff oder Benzin, ebenso gesundheitsschädlicher Feinstaub entfällt. Weil sich der oder die Schiffsmotor(en) nicht im Hauptrumpf befinden, treten auch dadurch ausgelöste Vibrationen weniger in Erscheinung. Der Lärm durch an die Bordwand |
klatschende
Wellen entfällt bzw. tritt nur bei
sehr rauer See in Erscheinung (siehe in diesem Zusammenhang auch das
"Slamming"). Bei
der
Verwendung von Wälzlagern aus
Holz für die Lagerung der Schwimmer und des Windradmastes sind
auch die
dadurch ausgelösten Rollgeräusche
schwächer als bei Wälzlagern aus
Stahl. 4. Schiffsbewegungen bei rauer See, insbesondere solche, die für das Auftreten von Seekrankheit verantwortlich sind: Von den linearen Beschleunigungen dürfte das Abbremsen beim Auffahren auf eine Welle beim Öko-Trimaran schwächer sein, die Auf- und Abbewegungen etwa gleich stark wie bei einem konventionellen Schiff. Unter den kreisförmigen Bewegungen ist das Stampfen beim Öko-Trimaran etwas stärker, das besonders unangenehme Slamming aber so gut wie nicht spürbar. Das Rollen ist deutlich schwächer. Das Gieren ist schwer vorherzusagen, ist allerdings auch für die Seekrankheit nicht so relevant. Siehe hierzu auch "Bewegungen des Trimarans im Wellengang" und "Bewegungsformen von Schiffen" |
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