Wellenenergie - Angebot und Ausbeute"Man kann gegen die Wellen ankämpfen - oder sich von ihnen in die Zukunft tragen lassen" (unbekannte Quelle)Vorgehen zur SchätzungDie Abschätzung der Umwandlung in Nutzenergie erfolgt bei dem mobilen Wellenkraftwerk des Öko-Trimarans im Prinzip auf die gleiche Weise wie bei dem Windrad:
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angegeben.
Die Einheit ist kW * m-1 (Kilowatt
pro Meter Wellenwalze). Weil sich die Wellen meist
parallel zur Küstenlinie bewegen, wird z. T. auch die
Bezeichnung "Kilowatt pro Meter Küstenlinie"
verwendet, was aber das gleiche aussagt. Für den
überwiegenden Teil unserer Szenarien konnten wir den
Wellenatlas des Koninklijk
Nederlands Meteorologisch Instituut) verwenden.
Er enthält zwar keine Angaben über die
Wellenenergie, wohl aber solche über die Höhen
und Perioden der Wellen. (Höhe: Differenz in
Metern zwischen tiefstem Punkt im Wellental und
höchstem Punkt des Wellenberges; Periode:
Zeitdauer in Sekunden zwischen dem Ankommeneines
Wellenberges und des nächsten). Es handelt sich
um die Daten von Messbojen, welche diese Werte seit etwa
1970 erfassen und auf diese Weise langjährige
Mittelwerte liefern. Mit der Formel P = 0,5 *
T * H2 , wobei T = Periode
in sec. und H = Wellenhöhe in Meter, kann
daraus die Wellenleistung P (power) in kW pro Meter
Wellenwalze berechnet werden. Zu (2): Nach konservativem Verfahren geht man zunächst einmal davon aus, dass die Energie eines heranrollenden Wellenfeldes |
in der
Frontbreite des Wellenkraftwerks genutzt
werden kann (analog zum Vorgehen bei
Windturbinen), das wären also bei den 3 Schwimmern
des Öko-Trimarans zusammen 6,45 m (kritische
Anmerkungen hierzu auf der Seite "Anmerkungen
zur Berechnung der Wellenenergie"). zu (3): Bei dem nach ähnlichen Prinzipien arbeitenden Wellenkraftwerk Pelamis (2. Generation P2) ergab sich ein durchschnittlicher Wirkungsgrad von 0,70.1 Diesen Wert können wir auch für den Öko-Trimaran beanspruchen. Beide Wellenwandler sind Offshore-Anlagen, die zu dem Kraftwerkstyp "line absorber" oder "Attenuator" gehören und sie nutzen beide den Wellenhub als Kraftquelle (auch dazu sind kritische Anmerkungen zu machen, siehe Seite "Anmerkungen zur Berechnung der Wellenenergie"). Das Produkt der in den obigen 3 Schritten ermittelten Werte ergibt also die durchschnittliche Produktion von Nutzenergie aus der Wellenkraft, wobei wir allerdings stillschweigend vorausgesetzt hatten, dass _____________________________________ (1) Yemm & Pizer 2011, Figure 11 |
![]() das Schiff senkrecht zu den Wellenfronten ausgerichtet ist. Das ist bei frei gewähltem Kurs aber nur gelegentlich der Fall, und beim Ankern nur im offenen Meer (Treibanker) oder vor der Küste; das Schiff schwenkt dann von selbst in die genannte Position. Während der Reise soll das Schiff aber unabhängig von der Richtung der Wellen gesteuert werden können. Bei einem Kurs parallel zu den Wellenfronten arbeitet das Wellenkraftwerk überhaupt nicht; trifft es in spitzem Winkel auf die Wellenfront auf, ist die Energieproduktion vermindert, zumal dann pro Zeiteinheit nur weniger Wellen passiert werden. Das wird in der obigen Zeichnung verdeutlicht. Die schwarzen Linien mit den Winkel-Grad-Angaben repräsentieren die Ausrichtung der Wellenfronten. Die grünen Pfeile stehen für die freie Ankerung des Schiffs - hierfür ist Energieproduktion überall gleich. Die roten Pfeile stellen die Reisesituation dar - Hier verringert sich die Energieproduktion umso mehr, je stärker der Kurs von der Richtung |
senkrecht zu
den Wellenfronten (90°) abweicht. Die während der
Reise produzierte Leistung PR
verhält sich also zu der während
des Ankerns produzierten Energie PA wie
die Halbkreisfläche zu der Rechteckfläche,
also wie 0,5 π r2 : 2r2
; daraus ergibt sich ein Korrekturfaktor für die Leistung
während der Reise von 0,7854. Eine weitere
Reduktion der während der Reise umgesetzten
Wellenenergie ergibt sich dadurch, dass wir für die
meisten Reisetage eine Übernachtung im Hafen
vorgesehen haben; das Schiff kann dann die Wellenenergie
nur während der 6 Stunden pro Tag nutzen, wenn es
unterwegs ist (siehe Seite "Szenarien").ErgebnisFür die verschiedenen Szenarien der Liegeplätze und Reiserouten ergeben sich die folgenden Werte:/tr>
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