Energiegewinnung: Szenarien
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danach, ob
es
sich um
das offene Meer, einen Hafen oder einen
Liegeplatz am Strand handelt.
Für
alle diese fiktiven
Orte wurde eine Aufenthaltsdauer (Tage pro Jahr)
festgelegt. Das Ergebnis ist in den drei Tabellen unten
auf der
nächsten Seite dargestellt. Außer den Standard-Szenarien "Nord" und "Süd" ist dort noch ein "worst case scenario" und ein "best case scenario" zu finden, mit denen die extremen unteren und oberen Grenzen der Energiegewinnung auf dem Öko-Trimaran kenntlich gemacht werden sollen. Für die Windenergie sind die Zonen aus dem "Europäischen Windatlas" ausgewählt worden, die dort in fünf Stufen (Ziffern 1 - 5) vertreten sind. Im Kapitel "Windenergie" wird dargestellt, wie daraus mit einem relativ komplizierten Verfahren die auf dem Schiff verfügbare Windgeschwindigkeiten (m/sec) abgeleitet werden können. Die Abschätzung der Wellenenergie basiert auf Wellenatlanten wie z.B. dem des Koninklijk Nederlands Meteorologisch Instituut , in dem langjährige Statistiken |
der
Wellenhöhe und der Wellenperiode veröffentlicht
werden.
Damit haben wir die Wellenenergie in für unsere
Zwecke
repräsentativen Meeresgebieten berechnet. Die Zahlen
in den
Tabellen auf der nächsten Seite geben die
durchschnittliche
Energie eines Abschnitts der Wellenwalze von 1 m Breite in
kW an. Damit
kann die
Energieproduktion des Öko-Trimarans abgeschätzt
werden. Dies wird auf der Seite "Wellenenergie"
beschrieben. Für den überwiegenden Teil der Reisezeit von insgesamt 42 Tagen/Jahr ist eine Übernachtung im Hafen vorgesehen. Der Öko-Trimaran kann also die volle Wellenenergie nur während des immer mit 6 Stunden angenommenen Aufenthaltes auf dem offenen Meer nutzen. Zusammen mit den restlichen 18 Stunden im Hafen ergeben sich somit entsprechend geminderte Daten für die Wellenenergie. Nur an 6 Tagen der Reisezeit ankert der Trimaran nachts nicht im Hafen, dondern an der offenen Küste oder (mittels Triebanker) im Meer. Hält sich der Öko-Trimaran längere Zeit Tag und Nacht auf dem offenen Meer auf, (z.B. |


| bei einer Atlantik-Überquerung), kommt
die Wellenenergie wesentlich stärker zum
Tragen (siehe "best-case scenario"). Im Nordatlantik gibt
es Regionen
mit bis zu 100 kW durchschnittlicher Leistung eines Ein-
Meter-Abschnittes einer Wellenwalze. Am einfachsten liegen die Verhältnisse bei der Sonnenenergie. In den Tabellen unten sind unter "Strahlung" langjährige Mittelwerte der auf eine waagrechte Fläche auftreffenden Globalstrahlung (kW/m2) eingetragen. Die Werte sind Global- strahlungs- Landkarten entnommen, wie sie u.a. von Satel-Light für Europa im Internet zur Verfügung gestellt werden. Auf der Seite "Sonnenenergie2" wird dargelegt, wie daraus der solare Energieertrag auf dem Öko-Trimaran ermittelt werden kann. Mit dem "worst case scenario" sollen die denkbar ungünstigsten Wind- Sonnen- und Wellenverhältnisse erfasst werden - also die untere Grenze der Energieproduktion. Es ist allerdings schwierig, hierfür eine konkrete Route anzugeben - glücklicherweise |
kompensieren sich die verschiedenen Energiequellen
meist gegenseitig (
z.B. ruhige See und wenig Wind bei schönem Wetter,
dafür aber
gute Strahlenverhätnisse). Das
"best case scenario"
kann
besser
konkretisiert werden; z. B. sind um die Azoren herum oft
alle 3
Energiequellen gleichzeitig gut ausgeprägt. Falls
später
einmal Szenarien auch für Regionen
außerhalb Europas gesucht werden
sollten, wird man feststellen, dass
es noch extremere Energieangebote geben kann,
z.B.
an
der
kalifornischen
Küste
oder
in
Südaustralien.
Außer den fiktiven Reiserouten und Liegeorten
enthalten
die Tabellen auf der vorangehenden Seite auch fiktive
Betriebs-Szenarien des
Schiffes, d. h. realistische Annahmen über den
zeitlichen Anteil der |
Bord
ist
oder nicht. Aufgrund
von Gesprächen
in der Jacht-Szene
und anhand von Kaufangeboten für gebrauchte Jachten
mit Angaben
über
die
bisherigen
Motor-Betriebszeiten
haben
wir
uns
auf ein
Verhältnis
der
Reisezeiten : Liegezeiten mit : Liegezeiten ohne
Besatzung von 42 : 273 : 50 festgelegt. Als Motor-
Betriebszeiten haben wir 6
Stunden pro Reisetag angenommen, und zwar bei
Tageslicht.
Mehrere Jachteigner bzw. Kapitäne haben uns
versichert,
dass die Gefahr bei
Nachtfahrten zu groß ist, mit umhertreibenden
Gegenständen ( Müll, Baumstämme) zu
kollidieren. Zur Nacht steuert der Öko-Trimaran also
entweder
einen Hafen
an, oder
er ankert am Ufer,
oder (mittels Treibanker) auf dem offenen Meer;
letzteres
wollen wir als seltene Ausnahme betrachten (6 Tage im
Jahr). Auf der Seite "Gesamtenergie" erfahren Sie, mit welcher Energieausbeute aufgrund der hier beschriebenen Szenarien und der technischen Einrichtungen des Öko-Trimarans zu rechnen ist. |
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